Datensammelwut bei der Bahn

Neulich mußte ich beruflich mal wieder nach Köln. Da ich keine Bahn-Card mehr besitze und die Firma die Anreise bezahlte, überließ ich es auch ihnen, die Fahrkarte zu besorgen. Ein kleiner und unangenehmer Nebeneffekt davon war, daß sie aus Kostengründen eine Fahrkarte mit Zugbindung kauften, was mir bei der Rückfahrt eine Menge sinnloser Zeit am Kölner Bahnhof einbrachte.

Leider machte die Aufnahmeleiterin auch den Fehler diese Fahrkarte als Online-Fahrkarte zu buchen. Bei der muß man nämlich nicht nur den Namen des Fahrgastes samt seines Geburtsdatums bei der Bestellung angeben, sondern auch noch gleich die letzten vier Stellen der Personalausweisnummer. Hätte sie nur eine normale Karte online bestellt, die die Bahn auch kostenfrei zustellt, wäre dies alles nicht nötig gewesen.
Aber wozu diese Datensammelwut bei einer Online-Fahrkarte, die man sich selbst ausdrucken muß? Selbst wenn man spezielle Angebote nutzt, oder eine BahnCard besitzt, ist es doch völlig unerheblich wer denn nun diese Fahrkarte nutzt, solange er die Voraussetzungen für dieses Angebot erfüllt.
Haltet mich ruhig für paranoid, aber ich sehe schon einen Plan hinter dieser Sammelwut, denn es wird immer schwerer sich in diesem Land mal unbeobachtet zu bewegen. Flugtickets werden nur personalisiert ausgestellt, Autokennzeichen werden (nicht nur) auf der Autobahn gescannt. Vom tracken der Mobiltelefone will ich gar nicht erst sprechen.
Nun also auch noch die Bahn, die zunehmend personalisierte Fahrkarten verkauft.
Ein Schuft, der böses dabei denkt.

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